Rathaus

Das im westlichen Teil des Marktes stehende Rathaus bettet sich ausgezeichnet in die Umgebung der Ruine der Stadtkirche ein. Das Mitte des 14. Jh. errichtete Rathaus war über viele Jahre hinweg Sitz des Stadtmagistrats. In ihm tagten die Stadträte, hier amtierten Stadtschöffen und seit 1335 der Bürgermeister. Das Rathausgebäude wurde im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut. Im ersten Jahrzehnt des 16. Jh. wurden der westliche Teil sowie der Turm angebaut und im 17. Jh. wurde das Rathaus im Stil der Spätrenaissance umgebaut. Hier kamen die drei heute noch vorhandenen Giebel dazu. Berühmte Gäste haben das Rathaus als Repräsentativbau der Stadt besucht. Zu ihnen gehörten beispielsweise Sigismund der Alte, August der Starke und im Jahre 1712 wurde hier der russische Zar, Peter I. empfangen. Das Rathaus wurde auch vom 2. Weltkrieg nicht verschont, es erlitt bedeutende Schäden. Sein Wiederaufbau dauerte fast 10 Jahre lang und bedurfte viel Kraft und Mühe. Seit 1986 sind im westlichen Flügel des Rathaus die öffentliche Stadtbibliothek, die Pädagogische Bibliothek und das Gubiner Kulturhaus untergebracht. In den letzten Jahren wurde am Rathausturm ein Glockenspiel angebracht.