Tourismus

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Stadtkirche

Zu den imposantesten Bauwerken in Gubin gehört zweifellos die Ruine der ehemaligen Gubener Stadt- und Hauptkirche. Urkundlich erwähnt wurde die Stadtkirche erstmals 1324, also in der Zeit der höchsten Handelsblüte der Stadt. Die Kirche wurde im romanischen Stil als dreischiffige Basilika errichtet. Nach den Zerstörungen durch Erdbeben im 14. Jh. wurde das Bauwerk abgerissen und an ihrer Stelle mit dem Bau einer neuen gotischen Kirche begonnen. Die Bauarbeiten dauerten sehr lange und die endgültige Außenform erhielt die Kirche im Jahre 1844. Während des 2. Weltkrieges wurde die Kirche fast vollständig zerstört. Im späteren Zeitraum konnte der alte Glanz des Bauwerks…

Rathaus

Das im westlichen Teil des Marktes stehende Rathaus bettet sich ausgezeichnet in die Umgebung der Ruine der Stadtkirche ein. Das Mitte des 14. Jh. errichtete Rathaus war über viele Jahre hinweg Sitz des Stadtmagistrats. In ihm tagten die Stadträte, hier amtierten Stadtschöffen und seit 1335 der Bürgermeister. Das Rathausgebäude wurde im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut. Im ersten Jahrzehnt des 16. Jh. wurden der westliche Teil sowie der Turm angebaut und im 17. Jh. wurde das Rathaus im Stil der Spätrenaissance umgebaut. Hier kamen die drei heute noch vorhandenen Giebel dazu. Berühmte Gäste haben das Rathaus als Repräsentativbau der Stadt…

Stadtbefestigung

Die mittelalterliche Stadtbefestigung mit ihren drei Toren: dem Klostertor, Crossener Tor und Werdertor, stammt aus der Wende des 14. zum 15. Jh. und war früher, zusammen mit den im 16. Jh. errichteten runden Türmen und Rondellen, Teil eines eindrucksvollen Wehrensembles. Dieses wurde im 19. Jh. auf Grund des schlechten technischen Zustands der Anlagen abgerissen. Erhalten geblieben sind lediglich dessen Teil mit dem Jungfernturm und dem Werderturm. Der runde, freistehende Werderturm, mit einem Zahnfries und einer kegelförmigen Blechhaube gekrönt, ist eines der markantesten Bauwerke in Gubin.

Villa Wolf

Die Villa befand sich im heutigen Waszkiewicz-Park und gehörte dem Tuchfabrikanten Erich Wolf. Ihre Einzigartigkeit bestand im damals sehr modernen Aussehen, das dem Architekten Mies van der Rohe zu verdanken war. Die 1926 errichtete Villa gab den Anfang einer Serie ausgezeichneter Projekte und wird heute als das grundlegende Werk dieses Architekten angesehen. 1945 wurde sie verbrannt und die übrig gebliebenen Baustoffe wurden für den Wiederaufbau anderer Bauwerke verwendet. Mehr Informationen unter: https://www.villawolfgubin.eu/

Sühnekreuze

In Gubin sind drei Sühnekreuze aus Granit, deren Entstehung auf die Jahre 1453 und 1459 zurückgeht, erhalten gelblieben. Diese etwa einen halben Meter hohe Denkmäler stehen an der Śląska-Straße, an einem Ort, an dem sich der Legende nach drei Fleischer in einem Streit um Schinken erschlagen haben. Eine andere Erzählung besagt, dass sich hier drei Brüder in einem heftigen Zank um ein Ei erschlagen haben. Ähnliche Sühnekreuze kann man auch in umliegenden Dörfern finden.

Theaterinsel

Das grüne Herz der Stadt ist die Theaterinsel auf der Lausitzer Neiße. Im 19. Jh. wurde hier nach einem Entwurf von Oskar Titz ein Theater für 750 Zuschauer erbaut, das die damals berühmtesten Künstler Europas nach Guben zog. Das Theater brannte 1946 völlig aus. An seinen alten Glanz erinnern lediglich die steinerne Treppe, die zum ehemaligen Haupteingang führte und die Säulenreste der damaligen Theaterfassade. Heute bildet die Insel, über eine feste Brücke mit dem deutschen und dem polnischen Neißeufer verbunden, ein Bindestück zwischen den beiden Teilen der Eurostadt. Die Insel ist ein ausgezeichneter Standort für Spaziergänge und wird oft durch…