Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche in Gubin

Zu den imposantesten Bauwerken in Gubin gehört zweifellos die Ruine der ehemaligen Gubener Stadt- und Hauptkirche. Urkundlich erwähnt wurde die Stadtkirche erstmals 1294. Von 1508 bis 1557 erhielt der spätgotische Bau seine endgültige äußere Gestalt, 1594 der Innenausbau seinen Abschluss. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche durch Brandstiftung und Kampfhandlungen sehr schwer beschädigt. In den 70er-Jahren sicherte man das 60 Meter lange und 30 Meter hohe Bauwerk als Dauerruine und zugleich als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Heute bemühen sich eine auf polnischer Seite gegründete Stiftung und ein deutscher Förderverein für den Wiederaufbau der einstigen Gubener Stadt- und Hauptkirche als deutsch-polnisches Begegnungszentrum, um interkulturelle Beziehungen zu fördern und zu stärken. In ersten Schritten wurde hier – je nach finanziellen Möglichkeiten – bereits die Bausubstanz gesichert und erste Aufbauarbeiten realisiert. Die im Jahr 2006 begonnenen Arbeiten tragen ihre Früchte. Dem Kirchturm wurde seine Haube aufgesetzt und ihm somit sein ursprüngliches Gesicht wiedergegeben. Der Turm ist instandgesetzt und bietet allen, die die Anstrengung des Erklimmens auf sich nehmen wollen, in den Sommermonaten einen unvergleichlichen Blick auf Guben und Gubin. Die Vision ist nach wie vor: Ein ökumenisches Zentrum für die Doppelstadt.