Sommerempfang der Doppelstadt Guben-Gubin

Bundesbauministerin Klara Geywitz zu Besuch in Guben 

Bürgermeister Fred Mahro und das Gubiner Stadtoberhaupt Bartłomiej Bartczak haben am Freitagnachmittag, 22. Juli 2022, zum gemeinsamen Sommerempfang der Doppelstadt Guben-Gubin in den Biergarten des Gubener Volkshauses eingeladen. Im Fokus stand die Zusammenfassung aller INTERREG V A-Projekte beider Städte, die in der aktuellen Förderperiode umgesetzt wurden. Eingeladen waren rund 120 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, u. a. Bauministerin Klara Geywitz, Referatsleiterin „Smart Cities“ Renate Mittelhuber, Bundestagsabgeordneter Christian Görke, Staatssekretär (MIL) Rainer Genilke, sowie Vertreterinnen der Interreg-Verwaltungsbehörde (MdJEV) Ariane Thiele und Dr. Carola Lau. In sommerlicher Atmosphäre, bei kühlen Getränken und einem Grillbuffet präsentierten die beiden Vorsitzenden der gemeinsamen Kommission Eurostadt Guben-Gubin, Thomas Laugks und Krzysztof Zdobylak, wie sich die deutsch-polnische Kooperation in Guben und Gubin gestaltet. Im Rahmen des INTERREG V A Förderprogrammes konnten Großprojekte wie „Verbesserung der grenzübergreifenden Verkehrssituation der Eurostadt Guben-Gubin“, „Zwei Rathäuser – eine Eurostadt I. und II. Etappe“, „Gesundheit ohne Grenzen“, „Gemeinsames Deutsch-Polnisches Polizeiteam in Guben/Gubin“ und auch das Projekt „GUB-E-Bus“, die Intensivierung der Zusammenarbeit weiter stärken. Die Investitionen prägen die weichen Standortvorteile und verbessern so die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger der Eurostadt. Insgesamt haben die beiden Städte ca. 8,5 Mio. Euro aus dem aktuellem Förderprogramm Interreg V A akquiriert. Einen Ausblick auf die zukünftige Förderperiode gab Carsten Jacob, Geschäftsführer der Euroregion Spree-Neiße-Bober e. V. Das neu aufgestellte INTERREG VI A – Programm soll schon im laufenden Jahr beginnen. Ein weiteres Thema war das Projekt „Europastadt Guben – Grenzenlos Smart“. Projektleiter Oskar Starick erläuterte, wie zukünftig im Bereich der Digitalisierung und Stadtentwicklung weitere Verbesserungen das Leben in der Doppelstadt erleichtern können. Im Anschluss kamen die Gäste aus Wirtschaft und Politik rege ins Gespräch. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte das „Julia Baer Trio“ sowie die polnische Band „Optimatic Trio“.

Bundesbauministerin Klara Geywitz, Referatsleiterin des Bundesministeriums Renate Mitterhuber sowie Staatssekretär Rainer Genilke waren bereits vormittags zum Arbeitsbesuch in Guben angereist. Gemeinsam mit Bürgermeister Fred Mahro und dem Gubiner Bürgermeister Bartłomiej Bartczak eröffneten sie die Gubiner Parkanlage „Europark“, welche im Rahmen des INTERREG V A Förderprogrammes realisiert wurde. Zu dem Projekt zählt auch die derzeitige Sanierung des Gubener Stadtparkes. Nach einem Arbeitsgespräch im Gubener Rathaus folgte der Besuch des Gubener Stadt- und Industriemuseums, dabei berichtete Florian Mausbach, ehem. Präsident des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, über das moderne Erstlingswerk des legendären Bauhaus-Architekten Ludwig Mies von der Rohe. Die Villa Wolf war ein kastenartiger Backsteinbau in Gubin, es wurde vor über 100 Jahren gebaut und im II. Weltkrieg zerstört. Für den Wiederaufbau engagiert sich ein Förderverein sowie die Städte Guben und Gubin. Im Rahmen eines deutsch-polnischen Projektes fanden bereits archäologische Ausgrabungen statt, durch diese die Baupläne rekonstruiert wurden. Geplant ist, die kriegszerstörte Villa wiederaufzubauen und dort ein Museum über den Bauhaus-Architekten Ludwig Mies von der Rohe einzurichten. Bauministerin Klara Geywitz hat sich über den Stand der Arbeiten informiert und wird in ihrem Ministerium prüfen, inwieweit die deutsch-polnischen Vorhaben unterstützt werden können.

Anschließend empfing Geschäftsführer Dr. Martin Reiher die Bundesbauministerin Klara Geywitz auf der Großbaustelle der ehem. Wilhelm-Pieck-Schule. Ziel des Besuches war es, sich ein Bild von der Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und der Erweiterung der ehem. Pieck-Schule durch respektvolle Bauweise zu machen. Mit der zukunftsweisenden quartiersoffenen Nutzung auch im Zusammenhang mit der umliegenden Bebauung und der grundhaften Sanierung von Straßen sowie Gehwegen sorgte die Baustelle für einen intensiven Austausch. Besonders die mangelnde Verfügbarkeit von Baufirmen und entsprechenden Materialien im Zusammenhang mit stetig steigenden Kosten ließen den Umgang mit Fördermitteln durch Bund, Land und Kommune Grund zur Diskussion werden. Nach dem anschließenden Besuch des Sommerempfanges der Doppelstadt Guben-Gubin endete der Arbeitsbesuch der Bundesbauministerin Klara Geywitz. Der Sommerempfang der Eurostadt Guben-Gubin wurde als Projektmaßnahme des Projektes "Zwei Rathäuser - eine Eurostadt. II. Etappe" im Rahmen des Förderprogramms INTERREG V A BB-PL 2014-2020 durchgeführt.

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