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Platz des Gedenkens mit Sowjetischem Ehrenfriedhof und Gedenkstein für die Opfer des Kapp-Lüttwitz-Putsches

Sehenswürdigkeiten

Platz des Gedenkens mit Sowjetischem Ehrenfriedhof und Gedenkstein für die Opfer des Kapp-Lüttwitz-Putsches

Objektbeschreibung

Dreieckige Grünanlage mit geometrisch angeordneten Wegen, Rasenflächen, hohen Pappeln und Hecken. Mittig auf der zentralen Rasenfläche befinden sich drei aneinandergereihte, aufrechtstehende Findlinge, der mittlere (und größte) davon mit eingehauener Inschrift "DEN OPFERN VON KRIEG UND GEWALTHERRSCHAFT". Auf der Rasenfläche davor drei größere und zwölf kleinere Pultsteine aus rotem Rochlitzer Porphyr und Inschrift mit den Namen sowjetischer Soldaten in kyrillischer Schrift. "Zur Karl-Liebknecht-Straße hin ein rechteckiger Gedenkstein aus rotem Porphyr mit Sowjetstern, Jahreszahl 1941-1945 und erhabenem Text in russischer und deutscher Sprache: »Zum ewigen Gedenken der gefallenen Helden im Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit unserer Heimat«. Daneben ein ebenfalls aus rotem Porphyr gearbeiteter querrechteckiger Gedenkstein für Otto Thiele und Franz Blümke. Unter den Namen der Opfer des Kapp-Putsches ihre Geburts- und Sterbedaten".

Entstehungshintergrund, Objektgeschichte

Um 1925 wurde die Anlage im Auftrag der Gewoba errichtet. Am 24.08.1930 erfolgte die Umbenennung in FRIEDRICH-EBERT-PLATZ und die Einweihung eines Denkmals zu Ehren des verstorbenen Reichspräsidenten. Bereits drei Jahre später rissen die Nationalsozialisten das Denkmal wieder ein und die Anlage wurde in Tannenbergplatz umbenannt. Im Jahr 1948 erfolgte abermals eine Umbenennung in "Platz der Befreiung" und der Sowjetische Ehrenfriedhof wurde eingeweiht. Insgesamt 41 gefallene Soldaten der roten Armee wurden hier begraben und zu deren Gedenken ein Obelisk aufgestellt. Letzterer wurde 1971 durch einen T34 Panzer auf einem Sockel ersetzt. Im Jahr 1974 wurde der Ehrenfriedhof durch die Überreste von sowjetischen Zwangsarbeiter:innen aus dem ehemaligen BORSIG-Werk erweitert und die Opfer des Kapp - Putsches von 1920 Otto Thiele (1881-1920) und Franz Blümke (1898-1920) wurden vom Ostfriedhof in Gubin exhumiert und am Platz beigesetzt. Ihren heutigen Namen "Platz des Gedenkens" erhielt die Anlage 1990 und der Panzer wurde samt Sockel auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung entfernt. An seiner statt wurden drei Findlinge in Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aufgestellt.

Adresse

Kreuzung der Karl-Marx-Str. / Karl-Liebknecht-Str. / Friedrich-Engels-Str. / Kaltenborner Str., 03172 Guben, Deutschland

Koordinaten
51.942879263771765,14.706498105252628
Jahr der Entstehung, ggf. Veränderungen
  • Entstehung Westringplatz: 1925-1930
  • Umbenannt in:
  • Friedrich-Ebert-Platz: 24.08.1930-1933
  • Tannenbergplatz: 1933-1948
  • Platz der Befreiung: 15.05.1948, Umgestaltung in den Jahren 1971/1974
  • Platz des Gedenkens: 1990
Erschaffer/Architekt
Magistratsbaurat Johannes Römmler
Objektzustand
Gut
Technische Objektdaten

Findlinge

Höhe: ca. 1,50 m - 1,80 m

Durchmesser: circa 0,4 – 0,7 cm

Material: Stein

 

Rote Grabplatten

quadratisch ca. 0,4 x 0,4 m

Material: Rochlitzer Porphyr

Praktische Informationen

Ganztags geöffnet

Gubin
Guben